KI-Immobilien­video aus Fotos erstellen: So funktioniert es

Kurz gesagt

Ja, aus bestehenden Immobilienfotos lässt sich mit KI ein Video erstellen. Eine sogenannte Image-to-Video-KI erzeugt aus jedem Foto eine kurze Szene mit Kamerabewegung. Diese Szenen werden zur Musik geschnitten, mit Objektdaten beschriftet und mit dem Branding des Maklers versehen. Ein neuer Videodreh ist dafür nicht nötig.

Was ist ein KI-Immobilien­video?

Ein KI-Immobilienvideo ist ein Immobilienvideo, das nicht vor Ort gefilmt wird, sondern aus vorhandenen Objektfotos entsteht. Für jedes Foto berechnet eine KI eine kurze Videosequenz: Die Kamera fährt langsam in den Raum, schwenkt zur Seite oder bewegt sich an einer Fassade entlang. Aneinandergereiht und zur Musik geschnitten ergibt sich daraus ein Video, das deutlich lebendiger wirkt als eine Abfolge von Standbildern.

Der Unterschied zu einer klassischen Diashow mit Zoom-Effekt: Ein einfacher Zoom vergrössert nur das flache Bild. Eine Image-to-Video-KI erzeugt dagegen echte Perspektivwechsel. Möbel im Vordergrund bewegen sich anders als die Wand im Hintergrund, und der Raum bekommt Tiefe.

Wie aus einem Foto eine Videosequenz wird

Die KI erhält das Foto als Startbild und eine Beschreibung der gewünschten Kamerabewegung. Daraus erzeugt sie einige Sekunden Video, die mit dem Foto beginnen. Weil sich die Perspektive verändert, muss die KI dabei auch Bildbereiche berechnen, die auf dem Foto nicht zu sehen waren, zum Beispiel einen Teil der Wand hinter einem Sofa. Genau deshalb sind gute Ausgangsfotos und eine Kontrolle des Ergebnisses so wichtig. Mehr dazu im Artikel Immobilienfotos mit KI animieren.

Standbild: Wohnbereich mit hellem Sofa, grünen Sesseln und grosser Fensterfront
KI-Videosequenz
Links das Standbild am Anfang der Szene, rechts die daraus erzeugte Videosequenz. Ausschnitt aus einem Makua-Video eines Testobjekts.

Die Schritte mit Makua

  1. Fotos und Exposé: Bis zu 15 vorhandene Objektfotos hochladen und den Exposé-Text einfügen. Die Reihenfolge der Fotos ist die Reihenfolge im Video.
  2. Objektdaten prüfen: Makua erkennt im Exposé Preis, Wohnfläche, Zimmer, Lage, Baujahr und einige Highlights. Sie kontrollieren die Angaben und korrigieren sie bei Bedarf.
  3. Musik wählen: Einen Song aus der Musikauswahl wählen. Die Szenen werden passend zum Takt geschnitten.
  4. Szenen prüfen: Pro Foto den eingeblendeten Text, die Kamerabewegung, den Bildausschnitt und die Dauer von 3 bis 5 Sekunden kontrollieren.
  5. Rendern: Makua erzeugt die Videosequenzen und setzt das Video zusammen. Das dauert in der Regel wenige Minuten.
  6. Herunterladen: Das Video als MP4 herunterladen, im Format 9:16, 16:9 oder 1:1 und wahlweise in Full HD.

Was ein gutes Ergebnis ausmacht

  • Gute Ausgangsfotos: Scharfe, gut belichtete, professionelle Fotos liefern die besten Videosequenzen. Die KI kann ein schwaches Foto nicht in ein starkes Video verwandeln.
  • Eine klare Reihenfolge: Bewährt hat sich ein Aufbau wie bei einer Besichtigung: Aussenansicht, Wohnbereich, Küche, Schlafzimmer, Bad, Aussenbereich.
  • Die richtige Länge: Bei Szenen von 3 bis 4 Sekunden ergeben 7 Fotos ein Video von etwa 20 bis 30 Sekunden. Für Social Media reicht das meist; für ein Video auf der Website dürfen es mehr Fotos sein.
  • Wenig, aber präziser Text: Pro Szene höchstens eine Information wie Wohnfläche, Zimmer oder ein Highlight. Bei Makua stammen alle Einblendungen aus den Objektdaten, die Sie bestätigt haben; die KI formuliert keine eigenen Texte ins Video.

Grenzen eines KI-Immobilien­videos

Ein KI-Immobilienvideo zeigt nur, was auf den Fotos zu sehen ist. Einen echten Rundgang mit Wegen zwischen den Räumen, Drohnenaufnahmen der Umgebung oder Personen im Bild ersetzt es nicht. Bei feinen Details wie Spiegelungen, Schrift oder Gittern können sichtbare Fehler entstehen. Jede Szene sollte deshalb vor der Veröffentlichung geprüft und bei Bedarf neu erzeugt werden. Wann sich ein klassischer Dreh mehr lohnt, beschreibt der Vergleich KI-Immobilienvideo oder Videograf.

Fazit

Aus Immobilienfotos mit KI ein Video zu erstellen, ist heute praktikabel und schnell. Besonders sinnvoll ist es für Objekte, für die es bereits gute Fotos gibt, aber kein Budget oder keine Zeit für einen Videodreh. Mit Makua entsteht so aus einem bestehenden Inserat ein fertiges Immobilienvideo für Portale, Website und Social Media.

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